Was sind elektromagnetische Felder (EMF)?

  • Elektrische und magnetische Felder beschreiben die räumliche Verteilung einer Kraftwirkung, die auf elektrische Ladungen und Ströme ausgeübt werden kann.

  • Elektromagnetische Felder können künstlich erzeugt werden, kommen aber auch natürlich in der Umwelt vor. Sie gehören zur "nichtionisierenden Strahlung".

  • Bei statischen und niederfrequenten Feldern betrachtet man die elektrische und die magnetische Komponente getrennt voneinander. Bei hochfrequenten Feldern sind die beiden Komponenten eng miteinander gekoppelt, so dass man hier von elektromagnetischen Feldern spricht.

  • Niederfrequente elektrische und magnetische Felder können elektrische Felder und Ströme im Körper erzeugen. Durch hochfrequente elektromagnetische Felder kann biologisches Gewebe erwärmt werden.

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Was ist Infrarot-Strahlung?

Infrarotstrahlung (IR-Strahlung), auch als Wärmestrahlung bezeichnet, ist Teil der optischen Strahlung und damit Teil des elektromagnetischen Spektrums. Sie schließt sich in Richtung größerer Wellenlängen an das sichtbare Licht an. Ihr Wellenlängenbereich reicht von 780 Nanometer bis 1 Millimeter.


Unterteilung der Infrarot in A-,B- und C-Strahlung:

  • die kurzwellige IR-A-Strahlung mit einem Wellenlängenbereich von 780 bis 1400 Nanometer

  • die IR-B-Strahlung (1400 bis 3000 Nanometer) den langwelligen Teilbereich

  • die IR-C-Strahlung (3000 Nanometer bis 1 Millimeter)


Das Infrarot-ABC

  • Infrarot-A dringt bis zu 6 mm in die Haut ein und erzeugt somit eine Tiefenwirkung auf den Körper. Eine solche Strahlung wird in erster Linie bei Operationen genutzt. 

  • Infrarot-B stellt mit seinen maximal 0,5 mm keinen großen Unterschied zur bereits erwähnten Infrarot-C dar. Diese Infrarotstrahlen kommen häufig im Wellness Bereich zum Einsatz und absorbiert sich durch Wassermoleküle.

  • Infrarot-C dringt mit 0,1 mm erst gar nicht in den Körper ein und wirkt sich daher nur oberflächlich auf die Haut aus, dadurch spüren wir auch die Wärme.

IR Strahlung ist eine langwellige Wärmestrahlung, da sich die Frequenz unterhalb des sichtbaren Lichtes befinden. Bei gleicher Frequenz bedeutet intensiveres Licht das Auftreten von mehr Lichtquanten pro Zeiteinheit, aber nicht das Auftreten von energiereicheren Photonen.

Trifft geeignete elektromagnetische Strahlung auf einen Festkörper, so können aus dessen Oberfläche Elektronen freigesetzt werden. Man bezeichnet diese Erscheinung als äußeren Photoeffekt (oder auch als äußeren lichtelektrischer Effekt). Im Photonenbild deutet man den Photoeffekt folgendermaßen: Die Energie eines Photons kann dazu verwendet werden, die für ein Elektron des Festkörpers notwendige Ablösearbeit zu verrichten und dem ausgelösten Elektron die kinetische Energie zu erteilen.


Wann wird Strahlung ungesund?

  • Zur ionisierenden Strahlung rechnet man jede Strahlung, deren kinetische Energie (bei Teilchen) bzw. Quantenenergie (bei Wellen) ausreicht, um Elektronen aus einem Atom oder Molekül herauszulösen.

  • Im elektromagnetischen Spektrum entspricht das Wellenlängen von weniger als etwa 200 nm; daher haben nur Höhenstrahlung (kosmische Strahlung) Gammastrahlung, Röntgenstrahlung und kurzwelligere Ultraviolettstrahlung genügend Quantenenergie, um Elektronen aus den Atomhüllen zu lösen.

  • Dagegen sind Mikrowellen, Infrarotstrahlung oder sichtbares Licht keine ionisierende Strahlung, denn sie können keine Moleküle dauerhaft verändern oder gar zerlegen.


Wirkung von EMF auf den Menschen

  • Elektrische Gleichfelder dringen kaum in den menschlichen Körper ein. Vor allem magnetische Felder sowie elektrische Wechselfelder dringen aber ins Innere des Gewebes ein und induzieren elektrische Felder und Ströme. Biologische Materie ist nämlich ein verhältnismäßig guter Leiter.

  • Sehr hohe Frequenzen (im Bereich von GHz) dringen nur mehr wenig in den Körper ein und bewirken lediglich eine Erwärmung der obersten Gewebeschichten sowie der Haut.

  • Effekte von hochfrequenten EMF, die über die Wärmeeinwirkung hinausgehen, konnten bislang nicht mit gesundheitlichen Einwirkungen in Verbindung gebracht werden. Studien zu Langzeit - Wirkungen auf den Menschen konnten ebenfalls noch keine Effekte nachweisen, sind aber Gegenstand aktueller Forschung.


  • Feldwirkung in Gleichfeldern: Durch eine rasche Bewegung eines Körperteils in einem statischen Magnetfeld können im Gewebe Wirbelströme entstehen, die zum Beispiel zur Störung der Sehnerven (Seheindrücke, „Phosphene“) führen können. Diese Phänomene verursachen allerdings keine irreversiblen Schäden.

  • Reizung von Muskeln und Nerven durch Wechselfelder: Im menschlichen Körper werden Nervenimpulse des Gehirns und der Sinnesorgane ebenso auf elektrische Weise transportiert wie Nervenimpulse zu den Muskeln. Diese Impulse können durch die von außen induzierten Felder gestört, verändert oder blockiert werden. Eine Beeinträchtigung der Herzfunktion oder Muskelschmerzen sind mitunter die Folge. Die Stimulation von Sinnesorganen (Schwindel, Seh-Eindrücke) zählt zu möglichen vorübergehenden Symptomen.

  • Thermische Wirkung durch hochfrequente Wechselfelder: Wechselfelder mit hohen Frequenzen wirken geringer auf das Nervensystem. Allerdings bewirkt Absorption (Schwächung) des Feldes eine Erwärmung des Gewebes. Da die Temperatur für die Funktion von biologischem Gewebe sehr wesentlich ist, muss sie vom Körper möglichst konstant gehalten werden. Zu starke Wärmeeinwirkung von außen verursacht daher physiologischen Stress und kann zu Überhitzung führen. Körpergewebe mit geringer Durchblutung wie z.B. das Auge ist hier besonders anfällig. Leitende Gegenstände (Metall) wie z. B. am Körper getragener Schmuck können sich oft noch stärker erhitzen als Gewebe!

Leitende Gegenstände, die sich in starken EMF befinden, können Spannung gegenüber dem Erdpotenzial führen. Direkter Kontakt kann Ausgleichsströme verursachen. Diese werden als „Elektrisierung“ unangenehm wahrgenommen.

Auch indirekte Wirkungen können den Menschen gefährden. Herzschrittmacher und andere aktive medizinische Implantate.

Herzschrittmacher (HSM) und andere aktive medizinische Implantate (AIMD) im Inneren des Körpers können von EMF beeinflusst werden. Dazu zählen unter anderem Cochlea-Implantate und Insulinpumpen. Vor allem magnetische Gleichfelder können HSM in einen Testmodus schalten, weshalb für Trägerinnen und Träger von HSM diesbezüglich niedrigere Grenzwerte gelten. Details zur Verträglichkeit von Implantaten mit EMF werden vom Hersteller bereitgestellt.



Baubiologische Richtwerte für Schlafbereiche (MSB-2003, Verband für Baubiologie VDB e.V.)

Die nachstehenden Richtwerte entsprechen dem „Standard für baubiologische Messtechnik 2003“. Diese Werte sind Vorsorgewerte für sensible Personen und beziehen sich auf Dauereinwirkungen.

  • Keine Anomalie: bis 20 nT

  • Schwache Anomalie: 20 nT bis 100 nT

  • Starke Anomalie: 100 nT bis 500 nT

  • Extreme Anomalie: Grösser als 500 nT

Massnahmen zur Verringerung der Werte:

  • Abstand vergrössern

  • keine Kleinspannungsbeleuchtung (Halogenlampen)

  • keine Heizdecken oder Wasserbetten

  • Geeignete hochpermeable Abschirmungen wenn notwendig

  • Zuleitungen mit hohen Strömen (Steigleitungen!) nicht im Schlafbereich

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